
Arbeit oder Freizeit – FUJIFILM x Mitch mit FUJINON XC13-33mmF3.5-6.3 OIS
In der Fotografie braucht nicht jedes Shooting einen ausgefeilten Plan, ein Moodboard oder eine umfangreiche Ausrüstung. Oft entstehen frische Ideen, wenn man sich einfach ein Objektiv nimmt, nach draußen geht und loslegt. Ohne Shotlist, ohne Druck – nur mit dem Wunsch, etwas zu schaffen. Genau so verlief dieses Shooting ab: zwei Freunde, ein Fahrrad, ein E-Skateboard und das FUJINON XC13-33mmF3.5-6.3 OIS, kombiniert mit der schnellen und kompakten FUJIFILM X-S20. Ich wollte kein Magazincover gestalten, sondern das Objektiv an seine Grenzen bringen, es spontan testen und dabei vielleicht auch meine eigenen kreativen Grenzen erweitern.
Ich heiße Mitch Wiesinger, komme aus Saskatchewan, Kanada, und bin nach Dänemark gezogen, um meiner großen Liebe zu folgen. Dort fand ich nicht nur eine wundervolle Familie, sondern auch eine neue berufliche Richtung. Ursprünglich war ich Handwerker, doch während der Coronapandemie entschied ich mich, mein langjähriges Hobby, die Fotografie, zum Beruf zu machen. So wurde aus meinem kleinen Unternehmen, MW Media, mein Vollzeitjob. Heute arbeite ich in der Sport- und Actionbranche und erzähle mit meinen Bildern die Geschichten von Profisportlern und Marken weltweit. Außerdem bin ich offizieller Red-Bull-Fotograf sowie Fujifilm-Creator.

Kürzlich bat mich Fujifilm, das neue XC13-33mmF3.5-6.3 OIS zu testen und herauszufinden, was ich als Profi mit einem Objektiv erreichen kann, das vor allem für Amateure gedacht ist. Der Zoombereich faszinierte mich sofort, da ich häufig mit Weitwinkel- und Standardbrennweiten arbeite. Ich rief meinen Freund Carl an, einen begeisterten Radfahrer, und schlug vor, einen halben Tag lang ein paar Aufnahmen zu machen. Ein Objektiv, eine Kamera. „Keep it simple“ lautete die Devise.
Als ich das Objektiv in die Hand nahm, überraschte mich sofort, wie leicht und kompakt es war. Mit der FUJIFILM X-S20 um den Hals spürte ich die Ausrüstung kaum. Das Objektiv wirkte in jeder Hinsicht „einfach“ – ein ungewöhnliches Wort für Kamerazubehör, aber genau das traf es. Trotz des Kunststoffgehäuses lag es gut und fest in der Hand, und der Zoomring ließ sich schnell und geschmeidig drehen. Ich war gespannt, was dieses Objektiv leisten kann!


Es hatte tagelang geregnet, was in Dänemark keine Seltenheit ist. Trotzdem hoffte ich auf ein wenig Sonnenschein. Ich traf Carl außerhalb der Stadt, in einer ländlichen Gegend mit genug Platz zum Fotografieren.
Als Erstes wollte ich „Rolling Shots“ ausprobieren, meine Spezialität. Dabei handelt es sich um Schwenkfotos, bei denen man sich nicht an einer festen Position befindet, sondern parallel zum Motiv bewegt. Diese Technik perfektioniere ich seit Jahren, vor allem in der Sport- und Automobilfotografie. Mein Ziel war es, mit der langsamsten Verschlusszeit den „Whoosh“-Effekt einzufangen – das Gefühl von Geschwindigkeit, das durch Bewegungsunschärfe im Hintergrund entsteht. Das XC13-33mm mit seinem optischen 4-Stufen-Bildstabilisator sollte seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen.



Carl fuhr auf seinem Rennrad, ich neben ihm auf meinem E-Skateboard.
Fast eine Dreiviertelstunde lang fuhren wir immer wieder die Straße entlang.
Dabei probierte ich verschiedene Verschlusszeiten aus und testete Handheld-Videoaufnahmen.
Mein erster Eindruck?
Das Objektiv überraschte mich mit seiner Schärfe.
Es glich nicht nur die leichten Verwacklungen aus, die bei meiner Fahrt mit 35 km/h auf dem Board und einer Verschlusszeit von 1/15 s entstanden, sondern lieferte auch Fotos, die genauso gut aussahen wie die meiner XF-Objektive. Fujifilm-Objektive enttäuschen einfach nie.



Wir fuhren weiter in einen malerischen Naturpark und anschließend ins Stadtzentrum von Odense. Dort nutzte ich die unterschiedlichen Brennweiten, um mit Stimmungen und Stilen zu spielen. Mit 13 mm fing ich die Umgebung im Weitwinkel ein, dann wechselte ich zu 33 mm für Porträts und Details. Und zu allem Überfluss kam auch noch die Sonne zum Vorschein.


Nach einem Kaffee und einem Stück Möhrenkuchen verabschiedeten wir uns. Carl trat den Heimweg an, doch ich war noch nicht fertig. Diese Kamera-Objektiv-Kombi begeisterte mich, und ich wollte wissen, wie sich das XC13-33mm in der Streetfotografie schlagen würde.



Eine Stunde lang streifte ich durch die Stadt und fotografierte alles, was mir ins Auge fiel. Als Profifotograf verliert man manchmal die Leidenschaft, die einen ursprünglich bewegt hat. Doch hier spürte ich sie wieder aufkeimen. Es reizte mich, mit nur einem Objektiv genau das festzuhalten, was ich mir vorgestellt hatte, und diese Art des Fotografierens fühlte sich plötzlich wieder herrlich leicht an.
Letztlich hat mich dieses kleine Objektiv sehr beeindruckt. Der optische Bildstabilisator, die kurze Naheinstellgrenze von 20 cm, die vielseitige Brennweite und die extrem leichte Bauweise machen es für mich zu einem „Alleskönner“, gerade für alle, die neu in die Fotografie einsteigen, und für alle, die hobbymäßig fotografieren. Außerdem hat es mir erneut gezeigt, wie befreiend es sein kann, mit leichter Ausrüstung unterwegs zu sein, den Moment auszukosten und spielerisch zu arbeiten.






