Farben sind für mich schon immer eng mit Emotionen und Erinnerungen verbunden. Die Art, wie wir das Leben erleben und später daran zurückdenken, ist etwas Besonderes: sanft, hell, farbenfroh, tiefgründig, frisch und klar.


Als ich dieses FS-Rezept entwickelte, dachte ich an meine Spaziergänge am Fluss bei Sonnenuntergang. Die Sonne stand tief und tauchte alles in ein warmes, weiches Licht.
Gleichzeitig hatte ich den Bauernmarkt an einem klaren Sonntagmorgen vor Augen: vertraute Gesichter, lächelnde Verkäufer, Körbe voller Paprika und Mais, dazu saftige Pfirsiche, denen man kaum widerstehen kann.

Ich ging nach Hause, mit Sonnenblumen unter dem Arm und einem Laib frisch gebackenem Brot. Beim Frühstück nahm ich mir einen Moment Zeit, um die Farben auf dem Tisch wirken zu lassen: das Gelb der Blumen, das Grün der Avocado und Blätter sowie das Rot der Kirschtomaten.

In Gedanken reiste ich zurück zu meinen Abenteuern: zu der Architektur, die mich immer wieder fasziniert, und zu Landschaften, die mich jedes Mal aufs Neue staunen lassen. Dabei wurde mir bewusst, dass es oft die kleinen Details sind, die im Gedächtnis bleiben – die Rundung eines Fensters, eine rosa Lilie, die zwischen grünen Blättern hervorleuchtet, oder weiße Blüten, die sich sanft im Wind wiegen.


Schnell wurde deutlich, dass PROVIA dafür genau richtig ist. Diese Filmsimulation fängt die Welt so ein, wie wir sie in Erinnerung behalten. Mit einigen kleinen Anpassungen ließ sich das Ergebnis genau dorthin lenken, wo meine Erinnerungen liegen und wie ich die Welt sehe und empfinde.
Mein Ziel war es, die Farbgebung durch eine intensivere Ausprägung hervorzuheben, wobei pfirsichfarbene Akzente und kräftige, erdige Schatten zum Einsatz kamen. Gleichzeitig sollte das Bild klar, weich und sanft wirken. So entstand ein romantisch-nostalgischer Eindruck.


Also machte ich mich an die Entwicklung. Eine feine Körnung war für mich gesetzt, daher stellte ich den Körnungseffekt auf „klein, schwach“. Anschließend stellte ich den Color-Chrome-Effekt auf „stark“ und Color Chrome FX Blau auf „schwach“, da ich damit die Farben intensiver und zugleich kontrolliert wirken lassen wollte.
Für den Weißabgleich wählte ich die Einstellung „Auto“. Anschließend kam einer meiner Lieblingsteile des Prozesses: die Suche nach der perfekten Verschiebung des Weißabgleichs. Nach einigen Versuchen stellte ich den Wert auf „R 5, B -5“ ein, um den gewünschten pfirsichfarbenen Mauve-Ton zu erzielen.
Um den Kontrast etwas zu verringern, habe ich die Spitzlichter auf „-2“ und die Schatten auf „-1“ eingestellt.
Damit die Farbtöne richtig gut zur Geltung kommen, habe ich die Farbe um „+1“ erhöht.
Um die Details klarer, aber nicht zu scharf wirken zu lassen, habe ich die Schärfe auf „+2“ und die Klarheit auf „+1“ gesetzt.
Und hier ist es – mein PROVIA FS-Rezept:
Warm, sanft und genau so, wie ich mein Motiv in Erinnerung habe.
FILMSIMULATION: PROVIA
MONOCHROMATISCH FARBE: AUS
KÖRNUNGSEFFEKT: SCHWACH, KLEIN
COLOR CHROME EFFEKT: STARK
COLOR CHROME FX BLAU: SCHWACH
GLATTE-HAUT-EFFEKT: SCHWACH
WEISSABGLEICH: AUTO / R 5, B -5
DYNAMIKBEREICH: AUTO
D-BEREICH-PRIORITÄT: AUS
TONKURVE: H -2, S -1
FARBE: +1
SCHÄRFE: +2
HOHE-ISO-RAUSCHUNTERDRÜCKUNG: 0
KLARHEIT: 1







