Die Hochzeitsbilder von José Luis Guardia zeigen deutliche Einflüsse aus der Welt der Werbefotografie. Beim Fotografieren sind für ihn die Umgebung, die Architektur und die Stimmung ebenso wichtig wie das Brautpaar.
„Ich nutzte jede Gelegenheit, mehr über Kameras und die Fotografie zu lernen – mithilfe von Kursen, Büchern und allem, was ich finden konnte.“
José Luis Guardia hat schon viele Preise für seine Hochzeitsfotografie gewonnen. Bereits ein kurzer Blick in das Portfolio des Spaniers verrät, warum: Seine Werke haben Klasse, sie zeigen Braut und Bräutigam in atemberaubenden Landschaften und in beeindruckenden Gebäuden. Seine Aufnahmen zeichnen sich durch eine perfekt aufeinander abgestimmte Beleuchtung, Komposition und Bildbearbeitung aus und haben scheinbar mehr mit Werbefotografien als mit Porträtaufnahmen gemeinsam. Das ist nicht verwunderlich, denn zu Beginn seines fotografischen Schaffens arbeitete José in der Werbebranche. „Schon meine Kindheit war von Kreativität geprägt,“ erzählt er. „Mein Vater war Vorreiter in seinem Spezialgebiet: Er erstellte Werbespots für Online-TV-Sender, als dies noch nicht viele andere taten. Zunächst war sein Hauptgeschäftsfeld die Bildbearbeitung und anschließend spezialisierte er sich auf die Animation.“
In diesem familiären Umfeld entdeckte José die Fotografie für sich und setzte sich mit der Frage auseinander, wie und warum Bilder wirken. „Ich nutzte jede Gelegenheit, mehr über Kameras und das Fotografieren zu lernen – mithilfe von Kursen, Büchern und allem, was ich zu diesem Thema noch so finden konnte. Irgendwie hatte ich einfach das Gefühl, dass Bilder eine wichtige Rolle in meinem Leben spielen würden.“
José machte schnell Fortschritte und bemerkte mit der Zeit, dass er mit seiner Arbeit die seines Vaters perfekt ergänzte. Also gründeten beide ein Familienunternehmen und begannen, unter dem Namen „Xpression International“ Hochzeitsaufnahmen mit außergewöhnlichem Look zu vermarkten. Ein paar Jahre nach der Gründung stieg auch Josés Bruder mit ins Business ein. „Auf Hochzeiten zu fotografieren stellt nur einen kleinen Teil unserer Arbeit dar“, sagt José. „Aber jedes Mal ist es etwas ganz Besonderes. Denn bei der Hochzeitsfotografie benötigt man Kenntnisse in vielen unterschiedlichen Bereichen: Landschafts-, Architektur- und Porträtfotografie. Außerdem bedeutet sie immer einen Wettlauf gegen die Zeit.“
„Statt hinter der Herde her zu traben, ist es wichtig, selbst durch den Sucher zu schauen, um eigene Motive zu entdecken, die man verewigen möchte.“
Dank dieser Einflüsse konnte José eine ganz eigene fotografische Handschrift entwickeln. Das ist nicht nur für ihn, sondern auch für seine Kunden von großer Bedeutung, denn „einen eigenen Stil zu erreichen, ist für einen Fotografen das Beste“. José bricht dabei gerne mit den bekannten Fotoregeln und sagt, dass sich seine Bildsprache ständig weiterentwickelt. „Mein Stil ist ja stark mit meiner Persönlichkeit und meiner Sicht auf die Dinge verbunden. Er ist lebendig und verändert sich so immer wieder. Ob ich ein Geheimnis habe? Sich selbst treu bleiben und das tun, worauf man Lust hat. Statt hinter der Herde her zu traben, ist es wichtig, selbst durch den Sucher zu schauen, um eigene Motive zu entdecken, die man verewigen möchte. Mit der Zeit entwickelt man hierdurch eine eigene Handschrift, also heißt es: Üben, üben und nochmals üben!“
Eine typische Aufnahme von Xpression International lässt sich laut José nach einer einfachen Formel definieren: „Die Faktoren sind Schönheit + Augenblick + Komposition + Story. Erfüllt ein Bild zwei dieser Bedingungen, kann es schon ziemlich gut sein. Mit einer Kombination aller vier erntet man richtige Bewunderung. Stellen Sie sich eine Braut vor, die bei der Trauung die Kirche betritt. Für sie ist dieser Augenblick natürlich das Wichtigste, denn sie geht zum Altar, um dort zum letzten Mal ihrem Verlobten und zum ersten Mal ihrem Ehemann zu begegnen. Aber für mich sind auch die anderen drei fotografischen Zutaten wichtig: Ich spiele mit der Architektur und mit dem Licht in der Kirche; und durch eine außergewöhnliche Komposition wird der Moment auf noch wunderbarere Weise festgehalten.“
José fotografiert mit drei verschiedenen Kameras aus der X Serie, um schnell auf besondere Momente reagieren zu können. Die Kameras sind mit unterschiedlichen Brennweiten ausgestattet: ein Weitwinkelobjektiv, ein Standardzoomobjektiv und ein Teleobjektiv. „Ich möchte keine Zeit mit Objektiv-wechseln vergeuden. Außerdem möchte ich vermeiden, dass der Sensor verschmutzt wird, was beim Wechsel der Optik ja leicht passieren kann. Ich nehme ein Motiv gern aus verschiedenen Perspektiven auf und verwende dabei unterschiedliche Brennweiten. Das trägt einen wichtigen Teil zur Story bei, die man erzählen will.“
„Ich nehme ein Objekt gerne aus verschiedenen Perspektiven auf und verwende dabei unterschiedliche Brennweiten.“
José mag das XF50-140mmF2.8 R LM OIS WR besonders gern, weil es ihm „die Arbeit unter erschwerten Umständen erleichtert“, wie er sagt. „Nicht nur für Porträtaufnahmen eignet es sich gut, sondern es hilft mir auch, eine bestimmte Stimmung in Landschaftsaufnahmen zu kreieren. Dank des Bildstabilisators kann ich zudem mit längeren Belichtungszeiten fotografieren, ohne dass die Aufnahmen verwackeln.“
Die Art und Weise wie José Inneneinrichtungen, Architektur und Umgebung am Aufnahmeort in seine Bilder einbindet, ist ein Markenzeichen der Hochzeitsaufnahmen von Xpression International. „Jeder Ort inspiriert mich zu einem Foto“, sagt er. „Ich erinnere mich zum Beispiel, als ich ein Brautpaar in einem fantastischen Raum ablichtete, in dem ein Flügel stand. Ich fragte den Bräutigam: ‚Spielst du Klavier?‘ – ‚Ja, aber nicht besonders gut‘, antwortete er. Ich versicherte ihm, dass er sich darüber keine Sorgen machen brauche, weil er auf dem Bild ohnehin wie ein großer Pianist aussehen würde. Und das tut er tatsächlich, finde ich.“
Nach einem Shooting mit José erhalten seine Kunden mehr als nur eine Fotodokumentation ihrer Hochzeit; sie sehen ihren schönsten Tag gleichsam neu durch Josés kreatives Auge. „Ich war schon als Kind ein Träumer”, sagt der Fotograf. „Ich sehe die Welt gern ein wenig anders und werfe einen Blick hinter das, was mit bloßem Auge zu erkennen ist. Die Fotografie bietet mir die Möglichkeit, die Welt so zu zeigen, wie ich sie sehe.“
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