Vor einigen Jahren hatte ich Gelegenheit, für ein Fotoprojekt in Shanghai zu arbeiten – eine Erfahrung, die mich bis heute prägt. Die Stadt, mit ihrer reichen Geschichte und modernen Dynamik, ist wie eine visuelle Symphonie, die mich nicht loslässt. Shanghai vereint Tradition und Moderne zu einem neu interpretierten Klassiker: Hier wird die Vergangenheit bewahrt und gleichzeitig frisch und zeitgemäß neu erfunden. Gerade diese Verschmelzung von Alt und Neu macht die Stadt für Fotografen so faszinierend.



Ein Ort, der mein Herz besonders gewonnen hat, ist die ehemalige französische Konzession – ein historisches Wohn- und Ausgehviertel, bekannt für seine von Platanen gesäumten Straßen. Beim Schlendern durch die stillen, baumgesäumten Boulevards spürte ich eine fast zeitlose Atmosphäre. Die Architektur erzählt von der Begegnung zwischen Ost und West: europäische Fassaden mit chinesischen Verzierungen, alte Steinmauern, die unter den Bäumen lange Schatten werfen. Hier lebt die Nostalgie, doch sie wandelt sich stetig im Rhythmus der Stadt. Für einen Fotografen ist dieses Viertel wie eine Schatztruhe: Jede Straßenecke bietet neue Perspektiven, jedes Lichtspiel verwandelt Vertrautes in etwas völlig Neues. Dieses Wechselspiel aus Klassik und Moderne hat mich tief berührt – und ich möchte es nun in meine Arbeit einfließen lassen.
Der Kontrast von Licht und Schatten prägt meinen fotografischen Stil. Ich erforsche, wie Licht nicht nur erhellt, sondern auch verbirgt – wie es Geschichten andeutet, statt sie vollständig zu erzählen. Schatten nutze ich gezielt, um Emotionen und Stimmungen einzufangen. Mit der Zeit wurde dieses Spiel aus Hell und Dunkel zu meinem Markenzeichen. Es schafft Tiefe und Dramatik und erlaubt mir, außergewöhnliche, fast filmische Momente zu gestalten. Mich fasziniert das Geheimnisvolle und die Spannung, die daraus entsteht – wie es den Blick lenkt, Gefühle weckt und Neugier entfacht.
Dieser visuelle Stil, ursprünglich geprägt von der Straßenfotografie, beeinflusst mittlerweile auch meine Hochzeitsfotografie. Anfangs war ich unsicher, ob eine so stimmungsvolle, kontrastreiche Ästhetik in einem Bereich Anklang finden würde, der sonst oft weiche, gleichmäßig beleuchtete Bilder bevorzugt. Doch zu meiner Überraschung begeisterte sie viele Paare. Sie liebten, wie Licht und Schatten ihre Hochzeitserinnerungen in etwas Kunstvolles und Emotionales verwandelten – nicht durch perfekte Posen, sondern durch das Einfangen flüchtiger Blicke, stiller Momente und dramatischer Silhouetten. Meine Arbeit hebt sich ab, weil sie etwas Neues bietet: eine filmische Erzählung von Liebesgeschichten, eingefangen durch eine moderne, aber klassisch inspirierte Ästhetik.

Als ich kürzlich nach Shanghai zurückkehrte, begleitete mich ein neuer „Gefährte“: die FUJIFILM X-E5. Diese Kamera verbindet – wie die Stadt selbst – klassischen Charme mit moderner Innovation. Ihr Retro-Design greift Fujifilms analoge Tradition auf, während sie zugleich leistungsstarke neue Funktionen bietet. Sie ist für mich zur natürlichen Verlängerung meiner kreativen Vision geworden. Kompakt und unauffällig eignet sie sich perfekt, um flüchtige, ungestellte Momente einzufangen. Besonders begeistert mich das neue Filmsimulationsrad – ein cleveres Bedienelement, das den Wechsel zwischen den ikonischen Farbprofilen von Fujifilm erleichtert. Mit einem schnellen Dreh kann ich zwischen der gedämpften Nostalgie von Classic Chrome und der lebendigen Farbpracht von Velvia wechseln. So bestimme ich die emotionale Stimmung eines Bildes, noch bevor ich den Auslöser drücke.

Die X-E5 erlaubt es mir, den Bildausschnitt flexibel zu gestalten: Ich kann zwischen fünf Seitenverhältnissen wählen und Inhalte so direkt für verschiedene Plattformen anpassen – ob als quadratischer Instagram-Post oder im Breitbild-Layout für eine Zeitschrift. Die digitalen Telekonverter mit 1,4- und 2-facher Vergrößerung erweitern meine kreativen Möglichkeiten, ohne Kompromisse bei Qualität oder Geschwindigkeit einzugehen. Das ist besonders wertvoll für die Straßenfotografie, wo sich Momente oft schnell und unvorhersehbar ergeben.

Ich habe die X-E5 mit dem neuen 23-mm-Pancake-Objektiv von Fujifilm kombiniert – und bin von den Ergebnissen begeistert. Das Objektiv, das einer 35-mm-Brennweite am Vollformat entspricht, bietet ein natürliches und mitreißendes Sichtfeld. Seine Brennweite kommt dem menschlichen Sehvermögen sehr nahe und eignet sich ideal, um Geschichten zu erzählen. Durch die kompakte Bauweise, den schnellen Autofokus und die beeindruckende Schärfe bleibt es auf der Straße ein unauffälliger, aber zuverlässiger Begleiter. Es stört nicht, sodass ich authentische Momente festhalten kann, ohne die Szene zu beeinflussen.
Jeder Straßenfotograf träumt von einer leichten, schnellen Ausrüstung, die trotzdem Bilder in Profiqualität liefert. Genau das bietet diese Kombination. Sie lässt mich präsent, spontan und kreativ arbeiten – ganz ohne Abstriche.
Wenn ich an die Zukunft denke, freue ich mich auf die kommenden Reisen. Diese Kamera wird mich begleiten, während ich Licht und Schatten rund um den Globus einfange. Es hat etwas Poetisches, eine Welt festzuhalten, die sich ständig wandelt und doch Spuren der Vergangenheit trägt. Ob auf einem belebten Markt in Asien oder in einer stillen europäischen Gasse – ich möchte das Klassische neu deuten, das Zeitlose im Zeitgenössischen und das Besondere im Alltäglichen entdecken.
Fotografie bedeutet für mich, solche Momente spürbar zu machen. Mit den richtigen Werkzeugen werden sie greifbar – für immer bewahrt in Licht, Schatten und Erinnerung.

