
FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR x Ian Dawson
Der Fotograf Ian Dawson testet das neue FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR in Sambia
Mit seiner Vergangenheit im Fotojournalismus hat sich Ian Dawson schon immer von einer Geschichte anziehen lassen. Seine Fotografie hat ihn seither in einige der abgelegensten und empfindlichsten Regionen der Erde geführt. Ob er Wildtiere, Landschaften oder die Menschen fotografiert, die mit ihnen leben, Ians Portfolio verbindet weniger das Motiv als vielmehr die Neugier am Entdecken.
„Das ist eine Frage, die mir oft gestellt wird: ‚Was für ein Fotograf bist du?'”, sagt Ian. „Ich antworte immer, dass ich einfach nur Fotograf bin. Wenn sich etwas vor meiner Kamera zeigt, dann fotografiere ich es. Ich springe von Motiv zu Motiv.”
„Die Leute sagen: ‚Warum spezialisierst du dich nicht?’ Aber wie soll das gehen? Wie kann man sich spezialisieren, wenn direkt vor einem etwas Wunderbares passiert? Ob es etwas optisch ganz Einfaches ist oder etwas, das man noch nie gesehen hat, wie kann man da sagen: ‚Das mache ich nicht, dieses Bild fotografiere ich nicht’?”
„Warum sollte man sich einschränken? Warum die Möglichkeiten der eigenen Laufbahn und die Begeisterung, die daraus entsteht, begrenzen?”

Visual Storytelling
„Manchmal ist meine Arbeit sehr überlegt, mit Stativ und allem Drum und Dran”, erzählt Ian. „Aber manchmal geht es auch schnell und locker zu, und das führt zurück in meine Zeit als Fotojournalist. Wir wurden in jede erdenkliche Situation geworfen. Man musste mit leichtem Gepäck reisen und flink sein: verstehen, wo man gerade gelandet war, sein Motiv finden und unter schwierigen Bedingungen Bilder machen. Das gibt mir noch heute einen Kick.”


Beeinflusst Ians Hintergrund im Fotojournalismus den Blick, mit dem er heute die Natur fotografiert?
„Es ist inzwischen eher dokumentarisch als journalistisch, würde ich sagen”, antwortet er. „Als Fotograf habe ich über die Jahre einige schwierige Bilder gemacht, darunter solche, die ganz sicher an keiner Wand landen werden. Manche schafften es nicht einmal in die Zeitungen, weil sie zu schwer zu ertragen waren.”
Ian erklärt, dass er zwar nicht davor zurückschreckt, Bilder zu schaffen, die die Betrachtenden herausfordern, seine Arbeit im Naturschutz aber eine feine Balance treffen muss.
„Im Naturschutz geht es oft darum, etwas zu schaffen, das an der Oberfläche recht ansprechend ist, das die Menschen berührt und ins Boot holt. Dann merken sie vielleicht, dass in diesem Bild oder im Begleittext bestimmte Botschaften stecken, die eine schwierige Situation erklären.”
„Es ist ein spannendes Wechselspiel: Man muss die Leute erst einmal erreichen. Zeigt man ihnen also die ungeschönte Wahrheit einer Sache oder deutet man sie nur an?”
Der South-Luangwa-Nationalpark
„Meine Kollegin Sue Flood und ich arbeiten seit fünf oder sechs Jahren zusammen”, erzählt Ian. „Wir haben gemeinsam ein Unternehmen; ein Teil unserer Arbeit besteht darin, rauszugehen und eigene Projekte zu schaffen. Außerdem nehmen wir Gäste mit auf Fotoreisen in weniger bekannte Teile der Welt.”
„Wir reisen schon seit vielen Jahren nach Sambia und kennen es daher genau. Es ist ein ruhigerer Teil der Welt, da sind wir buchstäblich zu sechst bis acht mitten im Busch. Wir schauen uns fotografische Techniken an, aber wir befassen uns auch ausführlich mit den einzigartigen Arten, mit Tieren, die es nur im South-Luangwa-Nationalpark gibt.”
„Es ist die Region mit der höchsten Leopardendichte in ganz Afrika. Es gibt endemische Arten wie die Thornicroft-Giraffe, die du nur dort zu sehen bekommst und es gibt eine solche Vielfalt an Landschaften. Es ist einfach durchweg großartig”, bemerkt er.


„Wir arbeiten mit einheimischen Guides und Organisationen zusammen, um Menschen über die Natur in diesem Teil Afrikas aufzuklären. Das sind die wahren Fachleute, Menschen, die ihr ganzes Leben dort verbracht haben, sind ein riesiger und entscheidender Teil unserer Arbeit. Wir haben dort richtig gute Verbindungen: gute Freundinnen und Freunde, gute Naturkundige, gute gemeinnützige Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten.”
„Es ist mehr als nur ein Reiseziel. Es ist ein Ort, den wir unterstützen, mit dem wir arbeiten und den wir genau kennen.”
FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR
Im sambischen Busch bekam Ian Besuch von einem Team von FUJIFILM, das ihm das neue FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR zum Testen mitbrachte.
„Sie kamen am Sonntagnachmittag an, und wir hatten Zeit bis Dienstagnachmittag, also buchstäblich zwei Tage”, erklärt er. „Das war eine riskante Strategie, aber sie hat sich ausgezahlt.”
„Als wir am frühen Montagmorgen die Lodge verließen, kam schon in den ersten zehn Minuten eine wunderschöne Leopardin aus dem Unterholz. Wir hatten etwa 20 Minuten mit ihr und das Licht war einfach wunderschön, dieses Morgenlicht, das durch die Bäume fiel. Es war ein spektakulärer Start in den Tag und es wurde nur noch besser.”
Ian nutzt die X-Serie seit der FUJIFILM X-T1 und schätzt seit Langem die kompakte Bauweise und die Haptik dieser Kamera- und Objektivreihe, besonders für seine Arbeit vor Ort.
„Es ist fast wie ein Paar Schuhe, das richtig gut passt”, sagt er. „Ich nutze jetzt die FUJIFILM X-H2 und sie ist genau richtig für das, was ich mache. Sie hat mich nie im Stich gelassen, von der Arbeit bei -35 °C in der Antarktis bis zu 35 °C in der Schwüle von Papua-Neuguinea. Sie funktioniert einfach.”

„Das war mein erstes Mal mit dem FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR. Ich habe das FUJINON XF150-600mmF5.6-8 R LM OIS WR, das ich normalerweise verwende, deshalb war es sehr interessant, eine Festbrennweite mit dieser Brennweite zu nutzen.”
„Eine Übung, die ich mir ab und zu selbst stelle, ist, ein Objektiv, das ich sonst selten heraushole, zu nehmen und einen ganzen Tag lang bewusst nur damit zu fotografieren. Das bringt einen dazu, anders zu denken und anders zu komponieren. Anfangs kann das herausfordernd sein, aber es fordert einen und entwickelt neue visuelle Muskeln. Das FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR hat mich anders sehen lassen und ich kam zu Ergebnissen, die ich mit meinen Zooms vielleicht nicht erreicht hätte.”

Handlichkeit und Stabilität
„Wenn man knapp unterhalb des Äquators ist, geht das Licht um sechs Uhr morgens auf und um sechs Uhr abends wieder unter”, sagt Ian. „In der Dämmerung fällt das Licht rapide ab. Die paar zusätzlichen Blendenstufen Licht, die man mit dieser Festbrennweite bekommt, haben unter diesen Bedingungen einen riesigen Unterschied gemacht.”
„Es gibt außerdem eine wunderschöne geringe Schärfentiefe, mehr als bei meinen Zoomobjektiven mit ihren kleineren Blendenöffnungen. Oft hat man unruhige Hintergründe mit viel Gestrüpp. Die Dinge zu vereinfachen und dieses schöne Bokeh zu bekommen, war einfach herrlich.”


„Auch die Bildwiedergabe des Objektivs, seine Klarheit, ist großartig. Der Blick durch den Sucher fühlte sich an, als hätte jemand gerade die Fenster geputzt, so lebendig und hell ist es.”
Mit nur 1.245 g ist das FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR bestens für die reaktionsschnelle Welt der Tierfotografie geeignet.
„Es ist ein bisschen wie die Arbeit in einer Menschenmenge als Fotojournalist”, sagt er. „Es kann chaotisch sein und es passiert vieles gleichzeitig. Im Busch ist es zu einem gewissen Grad genauso. Man weiß nie, wann etwas auftaucht, an welchem Punkt und aus welcher Richtung.”
„Dieses Objektiv ist leichter als das FUJINON XF150-600mmF5.6-8 R LM OIS WR und kompakter. Jedes eingesparte Gramm ist ein Gewinn, wenn man den ganzen Tag etwas trägt und immer wieder ans Auge hebt.”
Ein starkes System zur optischen Bildstabilisierung (OIS) bietet zudem bis zu 5,5 Blendenstufen Ausgleich und hilft, auch aus der Hand gestochen scharfe Bilder zu bekommen.
„Wir arbeiten von Fahrzeugen aus”, merkt Ian an. „Sie haben ein Verdeck oben und offene Seiten, sodass man diesen Panoramablick hat. Das gibt einem den Raum, von einer Seite zur anderen zu schwenken. Wäre man mit einem Stativ an einen festen Punkt gebunden, würde man Dinge verpassen.”
„Man braucht diese Möglichkeit, sich schnell zu bewegen und von einer Seite zur anderen neu zu komponieren. Uns sind sogar schon Tiere unter dem stehenden Fahrzeug hindurchgelaufen, man muss also flexibel sein.”

Als erfahrener und vielseitiger Fotograf versteht Ian sein Handwerk tiefgehend und lässt sich auf die undefinierbaren Qualitäten eines wirklich mitreißenden Bildes ein.
„Ich muss die technischen Zusammenhänge kennen, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen”, sagt er. „Aber es sind nicht die kleinsten Details, die mich begeistern, es ist das fertige Bild, die Botschaft, die es vermittelt, und wie es Menschen berührt. Ich kann nicht vorgeben, wie ein Foto Menschen fühlen lässt, das dürfen sie selbst entdecken.”
„Ein großer Teil der Arbeit mit dem FUJINON XF400mmF4.5 R LM OIS WR war dieses nicht greifbare Gefühl des fertigen Bildes, mit dieser geringen Schärfentiefe und der lebendigen Farbwiedergabe. Man möchte die Stimmung einer Situation vermitteln, in der man sich befindet. Die Betrachtenden werden nicht dabei sein, um sie zu erleben, aber man hofft immer, dass sie durch das Bild transportiert wird.”