
XF23mmF2.8 R WR x Julien Rocheblave
Meine Sicht auf Tokio – Meine X Story mit dem XF23mmF2.8 R WR

Als ich mit der Fotografie begann, war es wegen einer Stadt, die ich noch nie besucht hatte: Tokio. Ich kann bis heute nicht genau sagen, warum, aber diese Stadt hat schon früh eine besondere Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Ihre Energie, ihre Dichte, ihre stillen Rituale – all das hat mich fasziniert. Durch Tokio habe ich gelernt, genauer hinzusehen, Geduld zu haben und Geschichten zu erzählen. So fand die Fotografie fast unbemerkt ihren Weg in mein Leben – lange bevor ich zum ersten Mal japanischen Boden betreten habe.
Fast zehn Jahre lang habe ich mich der Straßenfotografie gewidmet, hauptsächlich in europäischen Städten. Mein Ansatz war dabei stets derselbe: unter Menschen zu sein, alltägliche Gesten zu beobachten und geduldig zu warten, bis sich ein besonderer Moment ergibt, ohne etwas zu erzwingen.
Dann kam endlich der Tag, an dem ich Tokio nicht mehr nur aus Bildern kannte, sondern es wirklich erleben durfte. Und passend dazu hatte ich die Gelegenheit, ein neues Objektiv mitzunehmen, das hervorragend zu meiner Art zu fotografieren passt: das XF23mmF2.8 R WR.
Ein unauffälliges Werkzeug
Wenn ich eine Kamera oder ein Objektiv auswähle, suche ich keine Superlative und verliere mich nicht in Datenblättern. Entscheidend ist, was ich damit sehen kann – oder genauer: was im Bild sichtbar bleibt.
Das XF23mmF2.8 R WR ist genau das: diskret, flüssig, leise. Es folgt meinem Blick, statt ihn zu diktieren. So kann ich Tokio fotografieren, ohne die Stadt zu stören. In einer visuell so überwältigenden Metropole ist das ein seltenes Geschenk.

Plötzlich ging es nicht mehr darum, die richtige Szene zu finden. Vielmehr lernte ich, wie man aus einer Flut möglicher Bilder die wenigen auswählt, die wirklich bleiben. Ausgerechnet diese Bilderflut war es, die mich schließlich für eine Weile aus der Stadt hinausgezogen hat.

Zwischen Rhythmus und Stille
Auf dem Weg ins ländliche Japan habe ich die Fotografie neu für mich entdeckt – ruhiger, langsamer und stärker aus dem Bauch heraus. Die Stadt gibt einen festen Takt vor, während die Landschaft Raum und Freiheit lässt. Plötzlich herrscht Stille. Das Auge kann sich erholen, der Blick wird weicher und zugleich wacher sowie instinktiver.
Mit einer leichten Kamera und dem 23-mm-Objektiv konnte ich mich ganz auf das Wesentliche konzentrieren. Ich musste nicht mehr viel nachdenken, denn die Kamera wurde zu einer natürlichen Verlängerung meines Blicks.
Meine Fotografie veränderte sich durch diese Einfachheit grundlegend.


Rückkehr mit neuen Augen
Als ich nach dieser Pause nach Tokio zurückkehrte, war die Stadt unverändert – doch mein Blick hatte sich gewandelt. Ich jagte dem Moment nicht mehr hinterher, sondern wollte ihm zuhören.
Ich musste nicht mehr im „richtigen“ Moment auslösen. Mir ging es vielmehr darum, einfach präsent zu sein, wenn etwas geschah – und manchmal sogar ganz bewusst nichts zu tun.
Mit dem XF23mmF2.8 R WR durch Tokio zu gehen, fühlte sich an, als würde ich stille Momente im Trubel entdecken und Nähe mitten im Durcheinander finden. Gerade weil das Objektiv so unauffällig ist, habe ich damit so gerne fotografiert. Es ermöglichte mir, präsent zu sein, ohne aufzufallen, und Bilder zu komponieren, ohne zu stören.


Die Absicht zählt
Von dieser Reise nehme ich nicht nur Bilder mit, sondern auch eine Haltung. Ich habe verstanden, dass sich ein Foto nicht erzwingen lässt, sondern manchmal wie ein Geschenk kommt. Entscheidend ist am Ende nicht die Ausrüstung, sondern die Absicht, mit der man hinsieht und den Auslöser betätigt.
In diesem Sinne war das XF23mmF2.8 R WR für mich der ideale Begleiter. Es ist kein Gadget, das Aufmerksamkeit auf sich zieht, sondern ein Werkzeug, das sich zurücknimmt, damit der Blick frei bleibt und das Bild im Vordergrund steht.