Möchten Sie auch Tierfotos wie aus den Hochglanzmagazinen und Fotoausstellungen aufnehmen? Die heutige Kameratechnologie ermöglicht es nahezu jedermann, raus in die Natur zu gehen und aufregende Momente unserer Flora und Fauna festzuhalten. Tierfotografie ist jedoch nichts für schwache Nerven. Sowohl Profi- als auch Hobbyfotografen stoßen immer wieder auf Herausforderungen. Doch mit der richtigen Ausrüstung, Vorbereitung und Einstellung, sowie ein bisschen Übung, können Sie schnell erhebliche Verbesserungen feststellen. Hier finden Sie 10 Tipps, die Ihnen bei der Tierfotografie helfen:

Lernen Sie Ihr Motiv kennen
In welcher Umgebung fühlt sich Ihre lokale Tierwelt wohl? Welche Tierarten leben bei Ihnen in der Nähe und was sind ihre Verhaltensmuster? Ist Ihr Motiv schon wach wenn Sie rausgehen zum Fotografieren? Bei der Wildtierfotografie dreht sich alles darum zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und diesen einen Augenblick, den die meisten Menschen nie zu Gesicht bekommen, festzuhalten. Lernen Sie Ihr Motiv kennen, denn mit einer guten Vorbereitung haben Sie die beste Chance auf eine atemberaubende Aufnahme.
Im Hintergrund halten und heranzoomen
Tiere im urbanen Umfeld zu Fotografieren ist bereits eine Herausforderung; in der freien Natur hingegen scheint es fast unmöglich zu sein, diese mit der Kamera einzufangen. Um Wildtiere in Ihrem natürlichen Umfeld möglichst ungestört und angstfrei aufzunehmen, müssen Sie sich auf Ihr Teleobjektiv verlassen. Besonders wenn Sie schreckhafte Tiere ablichten wollen, hilft Ihnen eine große Brennweite.

Horizonterweiterung
Teleobjektive können hilfreich sein, jedoch müssen Sie die Tiere nicht immer von Nahem ablichten oder aus Ihrem Umfeld isolieren. Einige Aufnahmen bekommen noch mehr Ausdruck, wenn Sie dem Betrachter einen gewissen Kontext liefern, indem das Bild mit einem erweiterten Blickwinkel aufgenommen wurde.
Geduld beweisen
Die Natur ist unberechenbar. Auch wenn Sie sich gut vorbereiten und alles über das Tier lernen, welches Sie fotografieren möchten, sollten Sie sich darauf einstellen, eine längere Zeit in ein und derselben Position zu verharren und zu warten. Daher sollte ein Tierfotograf Geduld mitbringen. Einige der berühmtesten Aufnahmen sind nur entstanden, weil der Fotograf mehre Stunden oder sogar Tage gewartet hat und immer wieder zur gleichen Stelle zurückgekehrt ist, um den perfekten Augenblick für eine tolle Aufnahme abzupassen.

Jede Gelegenheit wahrnehmen
Auf der anderen Seite ist Geduld auch nicht alles. Sie können nicht immer warten bis eine perfekte Möglichkeit zustande kommt, wenn Sie nur ein kleines Zeitfenster mit stimmigem Licht und passenden Wetterbedingungen haben. Falls Ihr Wunschmotiv ein besonderes Tier in einem ganz speziellen Moment ist, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig als auf diesen einen Zeitpunkt zu warten. Möchten Sie aber einfach interessante Naturaufnahmen einfangen, dann sollten Sie das Beste aus Ihrer Zeit machen und mehrere Standorte und Gelegenheiten für schöne Motive suchen.
Einfacher Hintergrund
In der Fotografie helfen Bildtiefe und Kontrast ein Motiv richtig in Szene zu setzen. Dabei ist die Tierfotografie keine Ausnahme. Während manche Fotos von Natur aus unruhig wirken, können Sie häufig mehr Dramatik erzeugen, wenn Sie ein Tier so fotografieren, dass es sich von einem eher ruhigen Hintergrund abhebt.

Augen offen halten
Da Sie weder Ihre Umgebung noch Ihr Motiv steuern und kontrollieren können, müssen Sie auf alles vorbereitet sein. Halten Sie beide Augen offen, auch wenn Sie durch den Sucher Ihrer Kamera schauen. Wenn Sie sich nur auf den Blick durch Ihre Kamera konzentrieren, dann verpassen Sie möglicherweise einige Gelegenheiten für schöne Aufnahmen.
Fokussieren und belichten
Schon ein paar kleine Änderungen an Ihren Kameraeinstellungen können den Unterschied zwischen einer detailreichen Aufnahme und einem unscharfen Foto machen. Wenn es Ihre Kamera erlaubt, dann sollten Sie den Fokusmodus auf „Kontinuierlich“ und Ihren Fokusbereich auf „Zone“ stellen. Nutzen Sie für größere Tiermotive größere AF Felder, für kleinere Tiermotive verkleinern Sie die AF Felder. Wählen Sie für die Belichtung einen kleinen Messbereich für eine Aufnahme, die das Motiv hervorhebt und den Hintergrund zurückstellt.

Kennen Sie Ihre Ausrüstung
Im besten Fall werden Sie während eines ganztägigen Shootings nur einige wenige Minuten die Chance haben, geeignete Aufnahmen einzufangen. Oftmals verbleiben nur einige wenige Sekunden, um interessante Fotos aufzunehmen. Um auf die beste Aufnahme vorbereitet zu sein, müssen Sie Ihre Ausrüstung gut kennen und deren Möglichkeiten und Einstellungen nutzen. Lernen und studieren Sie die Verschlusszeiten, Speicherkartengeschwindigkeit und Brennweite, genauso wie die Fokussiermöglichkeiten und wichtige Modi Ihrer Kamera.
Übung macht den Meister!
Zu guter Letzt heißt es: Üben, üben und noch mehr üben! Analysieren Sie Ihre Aufnahmen und fragen Sie einen erfahrenen Fotografen um Rat, was Sie zukünftig verbessern können. Je mehr Stunden Sie üben, desto besser werden Ihre Aufnahmen. Indem Sie sich Tipps und Tricks von Profis holen, können Sie Ihren Fortschritt sogar beschleunigen und das Beste aus ihren Aufnahmen herausholen.