Das perfekte Filmrezept, um das Glück von Hochzeitsmomenten einzufangen – entwickelt von Mikaela Mertens


Mikaela Mertens wollte ursprünglich gar keine Hochzeitsfotografin werden. Ihr kreativer Weg begann in Los Angeles mit einem Studium im Filmschnitt. Geprägt von der Laufbahn ihres Vaters in der Animation und ihrem eigenen Studium, betrachtete sie die Welt schon früh mit dem Blick einer kreativen Geschichtenerzählerin.
Heute ist Mikaela für eine Arbeitsweise bekannt, die akribisch eine 50/50-Balance zwischen Analog und Digital hält. Ob mit ihrer Mittelformatkamera FUJIFILM GA645 oder der moderneren FUJIFILM X-T50, ihr Ziel ist immer dasselbe: eine weiche, warme und kompromisslos verträumte Ästhetik.
Der Name ihres Filmrezepts ist eine schöne Hommage an seinen Look und seinen Einsatzzweck: „Honey, I Do”.
Mit Stil die eigene Nische finden
Für Mikaela ist der persönliche Stil die wertvollste Visitenkarte. In einer Welt, in der cleane, editoriale Hochzeitsfotografie im Überfluss vorhanden ist, ist sie überzeugt: Eine klare, eigene Nische ist das, was Kreative mit ihrer Kundschaft verbindet.
„Die Leute kommen zu mir, weil ihnen der Look meiner analogen Bilder gefällt”, erklärt Mikaela. „Wenn sie meine Arbeiten sehen, wollen sie mich genau deswegen buchen. Wenn jemand fragt: ‚Wird es günstiger, wenn wir alles digital machen?’, sage ich, dass gerade die Mischung aus beidem zu meiner Arbeit gehört, du bekommst also den Film-Look zusammen mit den digitalen Fotos.”
Über die reine Optik hinaus sieht Mikaela eigene Filmrezepte als wichtiges Lernwerkzeug.
„Du bekommst damit Zugriff auf visuelle Veränderungen direkt in einer Digitalkamera und es spart enorm Geld. Du kannst deine Einstellungen ändern, die Bilder auf den Rechner ziehen und sie anschauen, statt einen ganzen Film zu belichten, ihn ins Labor zu bringen und dann festzustellen, dass er unterbelichtet war. Das ist eine großartige Möglichkeit, die eigene Nische zu finden.”

Der Beginn einer Reise mit ASTIA
Als sie für ein Outdoor-Projekt mit Garten-Thema einen eigenen Look entwickeln sollte, griff Mikaela als Basis zu ASTIA. Bekannt für seinen sanften Kontrast und eine originalgetreue, zugleich weiche Wiedergabe der Tonwerte, bot ASTIA die perfekte Leinwand für ihre Vorstellung.
„ASTIA war ein toller Ausgangspunkt, weil es sehr weich und nicht übermäßig gesättigt ist”, sagt sie. „Am Ende habe ich mit meinem Filmrezept zwar Wärme hinzugefügt, aber diese anfängliche Weichheit hat mir gefallen. Für Hauttöne ist es unglaublich schön, gerade in der Brautfotografie.”
Von Garten-Stimmung zum fertigen Bild
Um ASTIA in ihr charakteristisches Filmrezept „Honey, I Do” zu verwandeln, arbeitete Mikaela bewusst mit leichter Hand. Ihre Motive, überwiegend Paare im Freien, brauchten einen Look, der sonnendurchflutet und luftig wirkt.
„Ich wusste, dass wir draußen und mit Garten-Stimmung arbeiten würden, also wollte ich es warm haben”, erzählt Mikaela. Dafür nahm sie gezielte Anpassungen am Weißabgleich vor. „Ich habe die Rottöne etwas angehoben und die Blautöne zurückgenommen. Außerdem habe ich die Schatten angehoben, weil ich so viel Dunkelheit wie möglich loswerden und alles hell halten wollte.”
Auch die Textur spielte eine ebenso wichtige Rolle. Mikaela liebt den Charakter von analogem Film, doch sie hat gelernt, dass es dabei auf die Balance ankommt. „Ich habe einen schwachen Körnungseffekt gewählt. Zuerst hatte ich es mit einer hohen Einstellung versucht, aber am Rechner war das dann etwas zu viel. Du willst dieses Film-Gefühl, aber es soll die Weichheit nicht zunichtemachen.”

Öfter draußen sein
Einer der größten Vorteile, den Mikaela an der FUJIFILM X-T50 fand, war die Möglichkeit, die Nachbearbeitung auf ein Minimum zu reduzieren. Für jemanden, der vom Filmschnitt weggegangen ist, weil sie „öfter draußen sein” wollte, ist es befreiend, den Look direkt in der Kamera hinzubekommen.
„Das Einzige, was ich an meinem Job nicht mag, ist das Bearbeiten der Fotos”, lacht sie. „Den ganzen Tag am Computer zu sitzen, ist nicht mein Ding. Genau deshalb mag ich die Filmsimulationsmodi so gern. Es ist, als hättest du deine Presets direkt in der Kamera. Du musst nicht erst in ein Bearbeitungsprogramm, um später Wärme oder Weichheit hinzuzufügen.”
Diese kreative Kontrolle in Echtzeit verändert auch das Erlebnis für die Kundschaft. „Manchmal wollen die Leute auf die Rückseite der Kamera schauen, und normalerweise zeige ich das ungern, weil ein RAW-Bild nicht wie die fertige Vision aussieht. Mit den Filmsimulationen kann ich ihnen auf dem LCD eine Vorschau zeigen, die tatsächlich wie Film aussieht. Das nimmt allen die Anspannung.”

Wachsen mit eigenen Filmsimulationen
Beim Rückblick auf ihre Zeit mit der FUJIFILM X-T50 hat es Mikaela überrascht, wie schnell sich das System wie eine Verlängerung ihrer Hände anfühlte.
„Ich war nervös, wie schwer es sein würde, mich damit wohlzufühlen, aber ich wurde positiv überrascht”, sagt sie. „Es ist leicht zu lernen. Ich liebe, wie kompakt sie ist, was so wichtig ist, wenn man eine lange Hochzeit dokumentiert.”
Mikaela Mertens’ Filmrezept „Honey, I Do”
FILMSIMULATION: ASTIA
MONOCHROMATISCHE FARBE: N/A
KÖRNUNGSEFFEKT: SCHWACH, KLEIN
COLOR CHROME-EFFEKT: AUS
COLOR CHROME FX BLAU: AUS
GLATTE-HAUT-EFFEKT: AUS
WEISSABGLEICH: TAGESLICHT / R: +5, B: -3
DYNAMIKBEREICH: DR100
D-BEREICH-PRIORITÄT: AUS
TONWERTKURVE: H -1, S +1
FARBE: 0
SCHÄRFE: 0
HOHE-ISO-RAUSCHUNTERDRÜCKUNG: 0
KLARHEIT: -2