Mein Vater war Tom Skudra, ein in Kanada sehr angesehener Fotojournalist, der vor allem für seine Schwarzweiß-Aufnahmen bekannt war. Diese Identität hat meine Kindheit geprägt: Überall lagen Kameras, an jeder Wand hingen Fotos. Wenn jemand fragte, was mein Vater macht, sagte ich stolz: „Er ist ein berühmter Fotograf.“
An sein Berufsleben habe ich nur wenige Erinnerungen, doch seine Bilder, die er bis zu seinem Tod machte, fesseln mich bis heute.

Als Kind erzählte er mir Geschichten: wie er im Amazonas auf eine Anakonda trat oder bei einem Rodeo auf einem Bullen ritt – einmal und nie wieder.
Jetzt, mit Ende dreißig, bin ich in dem Alter, in dem er seine Blütezeit erlebte. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit gehabt, ihn über seine Arbeit auszufragen. Doch meine Jugend und die Faszination für seinen Beruf legten den Grundstein für das, was ich heute tue.
Wäre er noch hier, würde ich ihn nach seinen Objektiven fragen, nach dem Gleichgewicht zwischen Planung und Spontaneität, nach seiner Meinung zu Film und Digitaltechnik, nach Erfolgen, Enttäuschungen und dem Umgang mit Egos vor der Kamera. Doch indem ich diese Dinge selbst herausfand, entwickelte ich meinen eigenen Stil. Vielleicht stärkt es den Charakter, wenn man seinen Weg allein sucht.
Eine Lektion, die ich gelernt habe: Wer eine Kamera beherrscht, kann an unglaubliche Orte gelangen. Man lernt, sich durchzusetzen, mal extrovertiert, mal still und fokussiert zu sein. Man lernt, wie wichtig es ist, beharrlich zu sein, wenn das, was man im Kopf hat, noch nicht im Sucher zu sehen ist.

Fotografie schärft den Blick für Probleme, die man erst lösen muss, bevor sie greifbar werden. Man erkennt, dass etwas nicht stimmt, findet die Ursache und erklärt sie anderen, wenn man im Team arbeitet.
Irgendwann begreift man, dass kreative Probleme die besten sind, die man haben kann. Es ist leicht, sich in Pixeln und Auflösungen zu verlieren, doch für mich steht die Absicht im Mittelpunkt. Was will ein Bild erzählen? Welche Haltung steckt darin, welche Wirkung soll es entfalten? Warum ist ein Foto gut? Was könnte es besser machen? Wie würde ich die Aufnahme entwickeln?
Deshalb denke ich beim Fotografieren zuletzt an die Technik. Sie muss sich wie ein Teil von mir anfühlen und darf niemals im Weg stehen oder mich behindern.
Die Zeit mit der FUJIFILM GFX100RF war genau das: unbeschwert. Ich liebe die Filmsimulationen, die den gewünschten Look direkt in der Kamera erzeugen. Das Einstellrad zur Wahl des Bildformats oben auf der Rückseite ist intuitiv zu bedienen. Tatsächlich ärgert mich nichts mehr, als durch Menüs zu scrollen und den Moment zu verpassen. Die Haptik gefällt mir sehr. Die Anordnung der Belichtungs- und ISO-Einstellräder erinnert mich an die Kameras meiner Kindheit, sodass ich mich trotz vieler Neuerungen sofort zurechtfand.


Überrascht hat mich, wie schnell ich mit dieser Kamera zurechtkam. Die Leichtigkeit, mit der ich heute das Haus verlasse, ins Flugzeug steige und direkt loslegen kann, erinnert mich unweigerlich an die schwere Ausrüstung meines Vaters – und daran, wie viel er damals tragen musste.
Manchmal stelle ich mir vor, wie seine Ausrüstung neben meiner wohl wirken würde. Die GFX100RF liegt angenehm in der Hand – leicht, kompakt, durchdacht. Im Vergleich zu den meisten DSLRs vereinfacht sie meinen Workflow spürbar. Auch das Design gefällt mir: zeitlos und unaufdringlich. Ich habe das Gefühl, dass diese All-in-One-Kamera das perfekte Werkzeug ist, um loszuziehen und meine eigenen Erinnerungen zu schaffen – so wie er es getan hat.









