Reise- und Lifestyle-Fotograf Luke Davis erzählt von seiner Ausrüstung, seinem Stil und wie bewusste Beschränkung seine Kreativität fördert.
Luke Davis ist ein Reise- und Lifestyle-Fotograf. Er lebt in Dorset im Südwesten Englands. Als wir ihn vor einigen Jahren kennenlernten, wollte er in seinen Bildern eine zeitlose, nostalgische Stimmung einfangen. „Mir geht es nicht darum, Film zu imitieren“, erklärte er. „Aber ich mag bestimmte Eigenschaften dieses Looks: die Weichheit, die Körnung, die warmen Farben.“
Sein Stil ist farbenfroh und zuletzt sind seine Bilder noch einmal deutlich lebendiger geworden. Aber im Kern geht es ihm immer noch darum, dass seine Bilder sich wie Erinnerungen anfühlen.
„Realitätsflucht trifft es wahrscheinlich am besten“, sagt Luke. „Es gibt viele Fotografen, die Reisen sehr überzeugend dokumentarisch erzählen. Mich interessieren aber eher die kleinen Details, die ruhigen Momente – und eine etwas romantischere Sicht auf das Leben.“


Ein breites Spektrum
Manche Reisefotografen reisen an einen Ort, um einen bestimmten Auftrag zu erledigen. Lukes Herangehensweise ist offener. „Ich habe kein festes Ziel vor Augen“, sagt er. Statt mit einer fertigen Geschichte im Kopf anzukommen, lässt er die Umgebung zunächst auf sich wirken und achtet darauf, was ihm auffällt.
Sein Ziel ist es, ein Reiseziel möglichst umfassend zu zeigen: nicht nur das große ikonische Bild, sondern auch Menschen, Details und leise Momente. „Ich stelle mir oft vor, ich würde ein Fotobuch über den Ort gestalten“, erklärt Luke. „Ich brauche ein starkes Titelbild und auch die kleinen Beobachtungen.“
Ein guter Reisefotograf nutzt die begrenzte Zeit an einem Ort effizient. „Ein grober Plan hilft“, sagt Luke. Meist hat er ein paar Orte im Kopf, die er erkunden möchte, lässt dazwischen aber bewusst Freiraum. Der Druck, überall das Beste herausholen zu müssen, könne der eigenen Wahrnehmung im Weg stehen.
Normalerweise ist Luke schnell im Fotografiermodus, wenn er an einem Ort landet, und möchte sofort loslegen. Aber mittlerweile nimmt er sich erst einmal Zeit, die Umgebung auf sich wirken zu lassen. „Ich versuche, mir nicht zu viel Druck zu machen, unbedingt etwas Besonderes schaffen zu müssen“, sagt er. „Es hilft, kurz innezuhalten und wirklich im Moment anzukommen. So versteht man den Ort vielleicht besser – das spürt man auch in den Bildern.“

Die richtige Ausrüstung
Luke hat in der X Serie von Fujifilm die passende Kamera für seine Reisefotografie gefunden. Er sucht hohe Auflösung, möchte aber zugleich einen weichen, analogen Look bewahren. Genau darin sieht er eine besondere Stärke von Fujifilm: Die Kameras nutzen moderne digitale Technik, bleiben aber spürbar mit der Tradition der Filmfotografie verbunden.
„Meine Lieblingskamera ist die FUJIFILM X-T5“, sagt er. „Ich komme immer wieder auf sie zurück – sie kann einfach alles. Sie liefert die Auflösung, die ich brauche, der Autofokus ist großartig, der Bildstabilisator funktioniert perfekt, und sie filmt unglaublich gut. Für mich kommt sie einer perfekten Kamera so nahe, wie es nur geht.“


Auf Reisen achtet Luke heute viel stärker auf Größe und Gewicht als früher. „Ich weiß inzwischen viel genauer, was ich an meinen Objektiven schätze, und wähle bewusster aus, was mitkommt“, sagt er. Am Anfang habe er oft die gesamte Ausrüstung eingepackt, heute reichen ihm meist zwei oder drei Objektive.
Zu viel Auswahl könne sogar ausbremsen. „Man kann ewig Objektive wechseln und über die richtige Brennweite nachdenken“, sagt Luke. „Oder man nimmt einfach ein 35‑mm-Objektiv mit und nimmt in Kauf, dass einem manches entgeht.“ Gerade diese Beschränkung mache ihn kreativer: Er suche anders nach Motiven und arbeite bewusster.
Objektive der X Serie für die Reisefotografie
„Ich mochte schon immer Standardobjektive, also alles rund um 50 mm im Kleinbildformat“, erklärt Luke. „Ich habe nicht immer ein Weitwinkelobjektiv dabei, aber wenn doch, schätze ich den Bildwinkel von 18 mm sehr. Das ist weit genug, aber auch nicht zu eng. Für mich ist das genau der richtige Kompromiss.“
Das FUJINON XF18mmF1.4 R LM WR ist ein professionelles, wetterfestes Objektiv mit einer Brennweite von 27 mm im Kleinbildformat. Es bietet eine außergewöhnliche optische Qualität im Weitwinkelbereich. „Für mich ist es ideal für weite Szenen“, sagt Luke. „Wenn ich mir ein Fotobuch über einen Ort vorstelle, wäre das XF18mmF1.4 mein Objektiv für das Titelbild. Es zeigt den Ort als Ganzes.“


Das FUJINON XF23mmF1.4 R LM WR bietet eine ähnliche optische Qualität, hat aber einen etwas engeren Bildwinkel. Für Luke ist es ein klassisches Allround-Objektiv. „Nicht ohne Grund sind Kameras wie die FUJIFILM X100VI so beliebt“, sagt er. „Diese Brennweite ist einfach vielseitig.“
Bei Bedarf lässt sich der Bildausschnitt später in der Bearbeitung enger wählen. Zugleich eignet sich die Brennweite aber auch für Detailaufnahmen mit ruhiger, grafischer Wirkung. Trotzdem bleibt das Sichtfeld weit genug für Übersichten. „Wenn ich nur ein Objektiv für eine Reise mitnehmen dürfte, wäre es dieses.“
Das XF18mmF1.4 und das XF23mmF1.4 verfügen beide über ein außergewöhnliches optisches Design und bieten über das gesamte Bildfeld hinweg eine erstaunliche Schärfe.
Immer wieder beeindruckt ist Luke, wie scharf diese Objektive bei voller Blendenöffnung sind. Man könnte einfach bei F1.4 bleiben und müsste sich kaum Gedanken machen. Die große Blendenöffnung ist für ihn ein klarer Gewinn: Man kann auch bei wenig Licht gut arbeiten und bekommt eine schöne Unschärfe im Hintergrund. „Bei anderen Objektiven musste ich früher oft abblenden, damit sie wirklich ihre beste Qualität liefern“, sagt er. „Dass diese Einschränkung nun wegfällt, erleichtert vieles.“
Der große Vorteil ist: Luke kann mit offener Blende arbeiten, ohne sich Sorgen um die Bildqualität zu machen. Und obwohl die lichtstarken Festbrennweiten etwas größer sind, sind sie dennoch recht kompakt. „Letztlich handelt es sich immer noch um APS-C-Objektive“, so Luke. Ohne Gegenlichtblende seien sie etwa so groß wie eine Getränkedose.

Wer es noch kompakter möchte, wird in der X Serie fündig: Hier gibt es besonders kleine und leichte Objektive. Die Serie der Festbrennweiten mit Lichtstärke F2 eignet sich für Luke besonders gut als unauffällige Reisebegleiter. Zum Beispiel bietet das wetterfeste FUJINON XF35mmF2 R WR eine klassische Brennweite von umgerechnet 53 mm im Kleinbildformat – bei einem Gewicht von nur 170 Gramm und einer Länge von lediglich 45,9 Millimetern.

„Ich liebe diesen Bildwinkel“, schwärmt Luke. „Auch wenn ich mich wegen der Vielseitigkeit für das XF23mmF1.4 entscheiden würde, wäre mein Favorit doch ein Objektiv mit 35 mm. Wenn ich nur eine Brennweite auf eine einsame Insel nehmen dürfte, wäre es diese. Sie lässt mir genug gestalterischen Spielraum. Und sie verleiht den Bildern eine sanfte, malerische Anmutung, die mir sehr gefällt. Ich würde sagen, mindestens die Hälfte meiner Arbeiten entsteht mit dieser Brennweite.“
Für maximale Flexibilität empfiehlt Luke ein Zoomobjektiv mit durchgängiger Lichtstärke wie das FUJINON XF16-80mmF4 R OIS WR. Er ist kürzlich von einer Reise nach Japan zurückgekehrt. Dort setzte er hauptsächlich auf dieses Standard-Zoomobjektiv, um schnell auf seine Umgebung reagieren zu können.
„Ich glaube, es war vor allem die Vielseitigkeit“, sagt er. „Nicht jedes Bild braucht eine große Blendenöffnung. Und gerade in Japan, das für mich ein absolutes Traumziel war, wollte ich nichts verpassen. Diese große Bandbreite war einfach perfekt. Eine Standard-Festbrennweite hatte ich trotzdem dabei, für den Fall, dass ich eine geringe Schärfentiefe wollte oder in Situationen mit wenig Licht geriet. Am Ende habe ich aber in 90 Prozent der Fälle zum Zoom gegriffen.“

Bilder, die hängen bleiben
Lukes Begeisterung für die Fotografie und seine Neugier auf neue Orte führen oft dazu, dass er auf Reisen sehr viele Fotos macht. Inzwischen beginnt er schon unterwegs mit der Auswahl. Früher sei er oft mit Tausenden Bildern nach Hause gekommen, die er dann sichten musste.
Heute geht er die Aufnahmen am Ende jedes Tages direkt auf der Kamera durch und markiert Favoriten über die AE-L-Taste. „Das spart mir zu Hause viel Zeit“, sagt er. Gleichzeitig ist die tägliche Auswahl für ihn mehr als reine Organisation. „Ich freue mich jedes Mal darauf, die Bilder des Tages anzusehen. Dann frage ich mich: Ist da etwas fürs Portfolio dabei?“
Was macht eine Aufnahme für Luke zu einem starken Einzelbild? „Das ist schwer zu sagen“, gibt er zu. „Ich versuche, nicht nur zu fragen, ob ein Bild zu meinem Stil passt. Es muss mich einfach berühren oder auf eine Weise hängen bleiben.“

Vielleicht zeigt das Foto eine Person mit einem bestimmten Gesichtsausdruck. Vielleicht ist die Bildkomposition geometrisch ansprechend. Vielleicht war durch Tageszeit und Wetter einfach das Licht perfekt. Für Luke spielen unzählige Faktoren eine Rolle, doch am Ende muss alles zusammenpassen.