
Mein Name ist Richard Wong. Seit fast 20 Jahren fotografiere ich Hochzeiten, Porträts und Veranstaltungen. Ich wurde in Hongkong geboren und lebe heute in Auckland, Neuseeland. Wann immer ich Zeit habe, streife ich mit meiner Kamera durch die Straßen und halte die kleinen Geschichten fest, die sich um mich herum abspielen.
Für viele Menschen sind technische Daten entscheidend bei der Wahl eines Objektivs. Für mich waren sie jedoch nie der einzige Maßstab. Im Laufe der Jahre habe ich gelernt: Zahlen sagen viel aus, aber nicht alles.
Jedes Objektiv verändert den Blick. Es beeinflusst, was man ins Bild nimmt, was draußen bleibt und wie ein Moment wirkt. In gewisser Weise prägt es sogar die Art, wie man fotografiert.
Als ich anfing, wurde mir oft geraten, möglichst schnell von Einsteigerobjektiven zu hochwertigen Modelle zu wechseln. Wenn ich wirklich gute Arbeiten schaffen wollte, so hieß es, brauchte ich eine bessere Optik. Etwas Ernsthafteres. Etwas Professionelleres. Damals habe ich das geglaubt. Doch seitdem haben sich sowohl die Technik als auch meine eigene Fotografie stark verändert.
Heute sind viele Einsteigerobjektive erstaunlich leistungsfähig. Noch wichtiger ist aber: Ich habe gelernt, dass Kreativität nicht von teurer Ausrüstung abhängt. Sie entsteht aus dem eigenen Blick, aus Neugier und aus dem Wunsch, die Welt zu entdecken.
Ich verwende das FUJINON XC13-33mmF3.5-6.3 OIS nun schon seit einiger Zeit. Je mehr ich damit arbeite, desto mehr schätze ich, was dieses Objektiv bietet – nicht nur bei der Bildqualität, sondern vor allem bei der Freiheit, die es mir gibt.


An einem kompakten Gehäuse wie der FUJIFILM X-T30 III bleibt das Setup leicht und unauffällig. Wenn ich auf der Straße fotografiere, bemerken mich die Menschen vielleicht, doch sie schenken mir selten große Aufmerksamkeit. Genau das hilft mir, die ungestellten Momente einzufangen, nach denen ich suche.
Auf dem Papier klingt der Brennweitenbereich von 13 bis 33 mm vielleicht unspektakulär. In der Praxis deckt er aber fast alles ab, was ich im Alltag nutze – besonders in der Straßenfotografie. Dazu gehören ungefähr die klassischen Bildwinkel von 28 mm, 35 mm und 50 mm.
Am meisten schätze ich das Weitwinkelende bei 13 mm. Das klingt vielleicht nicht viel weiter als ein typisches Standardzoom mit 16 oder 18 mm. Doch im Weitwinkelbereich verändert jeder Millimeter die Bildwirkung. 13 mm wirken deutlich weiter – und genau dieser Unterschied ist entscheidend.
In meiner Fotografie geht es oft um Licht und Schatten, Linien und Muster. Mit 13 mm kann ich auch in engen Räumen mehr von der Szene einfangen. Gleichzeitig sorgt die stärkere Perspektive für mehr Dynamik und zieht die Betrachtenden tiefer ins Bild. Das ist etwas, das viele Standardzooms in dieser Form nicht leisten können.
Trotz seiner kompakten Größe verfügt das XC13-33mm über eine optische Bildstabilisierung von bis zu vier Belichtungsstufen. Das eröffnet zusätzlichen Spielraum, besonders an kleineren Kameragehäusen ohne integrierte Bildstabilisierung.



Die Verschlusszeit ist eines der stärksten Gestaltungsmittel in der Fotografie. Ich arbeite gerne mit längeren Verschlusszeiten, um Bewegung sichtbar zu machen – die Energie eines Ortes, seinen Rhythmus, seine Atmosphäre. Diese Möglichkeit in einem so kompakten Zoomobjektiv zu haben, ist ein großer Vorteil, vor allem bei einer Kamera, die man jeden Tag dabei haben kann.
Reisen war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich liebe es, neue Orte zu entdecken und vertraute Orte wiederzusehen. Wohin ich auch gehe: Eine Kamera ist immer dabei.
Eine der wichtigsten Lektionen, die ich gelernt habe, lautet: Mehr ist nicht automatisch besser. Sehr oft ist weniger tatsächlich mehr. „Gut genug“ ist für mich deshalb zu einem wichtigen Gedanken geworden – im Leben genauso wie in meiner Fotografie.
Früher hatte ich auf Reisen das Gefühl, möglichst viel Ausrüstung mitnehmen zu müssen. Ich hatte Angst, eine Gelegenheit zu verpassen oder nicht das bestmögliche Bild machen zu können, wenn ich ein bestimmtes Objektiv zu Hause ließ.

Irgendwann wurde mir klar, dass mehr Ausrüstung meine Bilder nicht besser machte. Im Gegenteil: Ich dachte ständig darüber nach, welches Objektiv ich verwenden sollte, statt mich auf das zu konzentrieren, was direkt vor mir passierte. Eine schwere Tasche nahm mir Energie und schränkte ein, wie weit ich gehen und wie frei ich entdecken konnte.
Heute entscheide ich mich bewusst für Einfachheit.
Mit dem XC13-33mm habe ich eine kleine, unkomplizierte Ausrüstung, und das reicht völlig aus.


Das hat mir geholfen, mich als Fotograf weiterzuentwickeln. Anstatt nach besserer Ausrüstung zu suchen oder mich von ihr ablenken zu lassen, spornt mich eine einfachere Ausrüstung dazu an, mein Handwerk zu verfeinern. Ich denke mehr über Licht, Timing und Emotionen nach. Ich nehme meine Umgebung bewusster wahr: die Menschen, die Atmosphäre, die subtilen Details.
Vor allem aber habe ich mit einer kleineren Kameratasche mehr Zeit und Energie, um die Reise selbst zu genießen. Das ermöglicht es mir auch, die kleinen, bedeutungsvollen Momente einzufangen, die uns noch lange nach unserer Rückkehr begleiten.