Cole Roberts fotografiert Hochzeiten, bei denen die Emotionen im Vordergrund stehen. Mit der GFX100RF fand er eine Kamera, die genau das unterstützt.
Als FUJIFILM X-Fotograf und Mitbegründer der preisgekrönten Nordica Photography sowie der Hochzeitsfotografie-Konferenz Way Up North ist Cole Roberts heute eine feste Größe in der Profiszene. Sein Weg hinter die Kamera begann jedoch eher unspektakulär: als pragmatische Entscheidung.
„2009 habe ich meinen Master in Marketing an der Universität Umeå abgeschlossen“, erzählt er. „Zurück in Vancouver suchte ich einen Job. Doch für das, was ich wollte, war ich zugleich überqualifiziert und zu unerfahren – eine denkbar schlechte Kombination. Ich schlug mich mit Teilzeitjobs durch, bis die ersten Aufträge für Porträtfotos kamen: bares Geld für ein paar Bilder. Diese einfache Rechnung brachte mich dazu, die Fotografie ernst zu nehmen.“
Heute zählt Cole Roberts – nach Jahren voller Erfolge und Auszeichnungen – zu den führenden Hochzeitsfotografen der Welt. Seine unaufdringliche Bildsprache zeugt dabei von bemerkenswerter Bescheidenheit.
„Ich kenne meine Stärken und meine Grenzen“, sagt er. „Man sollte sein Handwerk beherrschen, sich nicht größer machen, als man ist, und authentisch bleiben. Wenn ich meinen Job gut mache, merkt vor Ort niemand, dass ich da war – bis Wochen später die Bilder vor ihnen liegen.“

Vom ersten Klick zur Leidenschaft
Um 2010 erkannte Cole, dass Hochzeitsfotografie nicht den üblichen Klischees folgen muss. Statt sich in den Vordergrund zu drängen, nahm er die Rolle eines unauffälligen Gastes ein. „Ich bin ein Fotograf, der auf einer Hochzeit ist, ohne wie ein Hochzeitsfotograf zu wirken“, wie er es beschreibt.

Dieser Ansatz war entscheidend, denn Hochzeitsfotografie galt damals oft als kitschig und vorhersehbar. Als ihm klar wurde, dass er seinen eigenen Weg gehen konnte, fand er zu seinem Stil: „Die Bilder sollen das Paar und seinen Tag zeigen, nicht mich.“
Sein Stil basiert auf einer klaren Haltung: „Ich halte den Tag des Paares fest, nicht mein eigenes Ego“, erklärt Cole. „Diese Fotos gehören eindeutig dem Paar. Die Bilder erzählen von ihnen und ihrem Tag. Im Mittelpunkt steht die Hochzeit, nicht die Fotografie. Ich bin für das Paar da, nicht für mich.“
Wie schon der Beginn seiner Karriere war auch die Zusammenarbeit mit Fujifilm ein Zufall. „Ich organisierte mit Way Up North eine Konferenz für Hochzeitsfotografen, die vom schwedischen Fujifilm-Team unterstützt wurde. Dort kam der Kontakt zustande. Sie stellten mir eine FUJIFILM X-T2 zum Testen zur Verfügung, und das war der Anfang.“
Fujifilm konnte Cole genau das bieten, wonach er gesucht hatte: „Kompakte, unauffällige Kameras, eine intuitive Bedienung, auf die ich mich verlassen konnte, und Bilddateien, die sich ideal für die Hochzeitsfotografie eignen“, wie Cole es beschreibt.

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Warum die GFX Serie alles veränderte
Nach seinen Erfahrungen mit der X-Serie wechselte Cole zur GFX-Serie. „2017 begann ich mit der FUJIFILM GFX50S“, berichtet er. „Die Bildqualität der Mittelformat-Dateien war beeindruckend, doch bei Tempo und Reaktionsgeschwindigkeit hatten die Kameras damals noch Schwächen, auch das Gehäuse war nicht ideal. Trotzdem blieb ich dabei, denn die Bildqualität war herausragend.“
Cole verfolgte die technische Entwicklung der Serie aufmerksam. „Als die FUJIFILM GFX100RF auf den Markt kam, mit meiner Lieblingsbrennweite fest verbaut, einem kompakteren Gehäuse und den herausragenden Mittelformat-Dateien, war mir sofort klar: Das ist meine Traumkamera!“
Die GFX100RF kombiniert einen 102-Megapixel-Sensor mit Fujifilms schnellem X-Prozessor 5. Dazu kommen ein fortschrittlicher Autofokus und kreative Funktionen, die das Potenzial der großen Bildfläche voll ausschöpfen.

Die GFX100RF hat Coles Kreativität stärker beflügelt als jede Kamera zuvor. „Vor allem das Wahlrad für das Bildseitenverhältnis hat mich inspiriert“, sagt er. „Früher habe ich einfach fotografiert und den Ausschnitt später am Computer angepasst. Heute denke ich vor dem Auslösen bewusst über den Bildausschnitt nach. Und setze ihn direkt in der Kamera um. Die Möglichkeit, perfekte JPEGs direkt in der Kamera zu erzeugen, hat meinen Blick auf Bildausschnitte grundlegend verändert.“
Ein besonderes Highlight ist für ihn der digitale Telekonverter der Kamera, der in Kombination mit der festen Brennweite neue Ausschnitte ermöglicht. „Mit einem Hebel an der Kamerafront wechsle ich blitzschnell zwischen 35, 45, 63 und 80 mm. Der Sensor beschneidet dabei den Bildausschnitt entsprechend“, erklärt Cole. „Bevor ich die Kamera nutzte, hielt ich das für eine Spielerei und bezweifelte die Bildqualität. Doch ich lag falsch: Diese Funktion setzt Kreativität frei und gibt mir das Gefühl, ein Bild bewusst zu gestalten, statt einfach nur ein Foto zu machen.“
Hinzu kommen Fujifilms legendäre Filmsimulationen. „In einer einzigen Session wechsle ich jetzt zwischen verschiedenen Looks, experimentiere mit Seitenverhältnissen und nutze unterschiedliche Brennweiten. So etwas habe ich früher nie gemacht“, erzählt er.

Hochzeitsfotografie neu definiert – dank der FUJIFILM GFX100RF
„Ehrlich gesagt gibt es heute kaum noch wirklich schlechte Kameras“, sagt Cole. „Alle liefern gute Ergebnisse. Doch an die Bildqualität der GFX- Serie reicht nichts heran.“ Wer das Beste aus seinen Bildern herausholen will, kommt an dieser Kamera nicht vorbei: „Die Dateien ermöglichen Alben und Abzüge in unvergleichlicher Qualität. Über technische Details kann man lange diskutieren, doch ein Blick auf einen ein Meter großen Abzug erklärt alles.“
Gleichzeitig betont er, dass die GFX100RF nicht zu jedem Fotografen passt: „Wenn du als Schnellschuss-Fotograf arbeitest und in kürzester Zeit Hunderte Bilder machst, dann ist diese Kamera nichts für dich.“ Für alle, die bewusster arbeiten, ist sie dagegen ideal, fast wie eine Arbeit mit Analogfilm. „Sie verlangsamt den Prozess – das mag manche stören, aber ich finde, genau das verbessert die Bilder.“
Die Reaktionen seiner Kunden auf die GFX100RF erlebt Cole als durchweg positiv. „Die kompakte Kamera wirkt weniger einschüchternd, und die Detailfülle der Mittelformatbilder beeindruckt sofort“, hat er beobachtet.

„Die Kunden nehmen die Kamera kaum bewusst wahr. Sie merken nur, dass ich nicht mit einem klobigen Objektiv direkt vor ihrem Gesicht stehe, mehr fällt ihnen zunächst nicht auf.“
Die eigentliche Begeisterung zeigt sich dann Wochen später, wenn die Paare ihre Alben in den Händen halten: „Unsere Fotos wirken irgendwie anders als die unserer Freunde, sagen sie, wissen aber nicht genau, warum“, berichtet Cole und erklärt: „Der Unterschied liegt in den Details, die auch in großen Vergrößerungen erhalten bleiben. Mittelformatdateien enthalten schlicht mehr Bildinformationen. Am Handy sieht man das nicht – doch im Druck wird es zum Highlight.“

Cole sieht die GFX100RF vor allem bei Fotografinnen und Fotografen, die das „wilde Drauflosknipsen“ hinter sich gelassen haben. „Wer noch nach seinem Stil sucht oder Tausende Bilder pro Hochzeit macht, sollte abwarten“, rät er zum Abschluss. Ihre Stärken spielt die Kamera vor allem bei denen aus, die bewusst komponieren und Wert auf hochwertige Abzüge legen: „Die Kamera verlangsamt den gesamten Prozess – und das verändert alles.“
Für Cole Roberts ist die GFX100RF die perfekte Kamera für alle, die weniger Equipment mitnehmen wollen: „Ein Gehäuse, eine Festbrennweite – und trotzdem ein hohes Maß an Flexibilität dank digitalem Telekonverter und variablen Bildformaten. Die Bedienung ist intuitiv, und wer sich auf ihren Rhythmus einlässt, gewinnt an Bildqualität und Ausdruckskraft.“









